Schrittmotorlösungen können sehr preisgünstig und einfach realisiert werden, da sie im offenen Regelkreis betrieben werden können. Es ist ein Motor, eine Leistungselektronik (Schrittmotorkarte) und ein Netzteil erforderlich. Um die Drehzahl zu bestimmen, kann ein Taktgeber verwendet werden.
Zuerst wird das nötige Drehmoment errechnet bzw. praktisch (Federwaage) gemessen. Eine 30%ige Sicherheit sollte eingerechnet werden. Auch die max. Drehzahl des Schrittmotors muss bekannt sein. Mit diesen beiden Werten kann man anhand der Motorkennlinien die Zahl der in Frage kommenden Motoren ermitteln.
Der Strom ist nahezu proportional zum Drehmoment. Wenn der Motor mit 20% mehr Strom gespeist wird, erhält man ca. 20% mehr Drehmoment. Aber vorsicht, die Temperatur des Schrittmotors (max. 80°C Gehäusetemperatur) darf nicht überschritten werden. Im Bedarfsfall durch größere Flächen kühlen
Schrittmotoren nehmen im Stillstand ihren maximalen Nennstrom auf, wenn die Ansteuerung keinen Eingang zur Stromreduzierung oder eine autom. Stromabsenkung hat. Die Gehäusetemperatur des Motors sollte 80°C nicht überschreiten. Falls nötig, ist der Motor durch eine grössere Flanschfläche oder durch Luftzirkulation zu kühlen.
Es hängt immer von der Anwendung ab. Halbschritt ist zu 90% aller Fälle ausreichend. Hier wird die Resonanz des Schrittmotors schon um ein Vielfaches reduziert. Mikroschritt reduziert zwar die Resonanz, so daß der Motor ruhiger läuft, jedoch geschieht dieses zu Lasten der Genauigkeit und des Drehmomentes bzw. Drehzahl.
Ein einfacher Richtwert ergibt sich durch die Formel: Phasenstrom mal 0,7 bei 4A - Motoren ist ein Netzteil mit 2,8A ausreichend.
NEIN! Beim Öffnen des Schrittmotors berühren sich Rotor mit Stator und die Magnetisierung verringert sich. Das bedeutet, das Drehmoment des Motors nimmt deutlich ab